Die Anfänge des Schulunterrichtes in Heiligenblut lassen sich bis auf das Jahr 1780, das Sterbejahr Maria Theresias, zurückführen.
- Der 1. Lehrer war der Kordonsoldat N. Ganghofer.
- 1785/86 waren 165 Kinder schulpflichtig.
- Ab April 1815 gab es auch an Sonn- und Feiertagen am Nachmittag Unterricht. Wann dieser eingestellt wurde geht aus den Aufzeichnungen nicht hervor.
- In dieser Zeit waren Hunger und Seuchen die ständigen Begleiter der Kinder.
- 1916 gab es erstmals Sommerferien, allerdings nur für die III. Abteilung (= Oberstufe= 5. bis 8. Schulstufe) damit diese Kinder für landwirtschaftliche Arbeiten verwendet werden konnten.
- Am 4. Nov.1928 wurde die ländliche Fortbildungsschule in Heiligenblut eröffnet.
Das neue Schulhaus
- Am 21. Jänner 1951 wurde das Schulgebäude im Hof – am Standort der heutigen Jugendherberge – durch die schreckliche „Weiße Wand- Lawine“ schwer beschädigt. Da es ein Sonntag war, kamen im Schulhaus glücklicherweise keine Personen zu Schaden.
- Am 6. April 1952 entschieden sich Gemeinderat und Bevölkerung für den Schulhaus-Neubau-Plan des Architekten Ing. Wegscheider aus Villach. Mit dem Schulhausneubau im Ortsteil Bichl/Hof wurde am 30. Juli 1952 begonnen.
- 1953 wurde der Rohbau errichtet, Mitte Juli war die Mauergleiche beendet, im August war auch bereits das Dach aufgesetzt. Im Sommer wurde die Innengestaltung des Schulhauses durchgeführt. Mitte Juli 1954 trug das Haus bereits Innen- und Außenputz.
- Das alte Schulhaus wurde zur Jugendherberge umgewidmet, das neue wurde in Anwesenheit von Landeshauptmann Ferdinand Wedenig noch 1954 von Geistlichem Rat Pfarrer Sampels eingeweiht und damit seiner Bestimmung übergeben.
- Im ausgebauten Kellergeschoss befinden sich ein Gymnastikraum, eine WC-Anlage sowie Duschraum, Schulküche mit Essraum, ein Umkleideraum und die Trafostation. Im Erdgeschoss sind zwei Klassenzimmer, Konferenzzimmer, Bücherei, Garderobe, WC, Schulwart-Wohnung und die Pausenhalle untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich ebenfalls zwei Klassen, Arztzimmer, Lehrmittelkabinett, Garderobe, WC, Leiterzimmer, Lehrerwohnung und Lehrerzimmer.
Schul-Weihnacht 1954
- Dem persönlichen Tagebuch von Bürgermeister Georg Lackner vulgo Petrusbauer entnehmen wir seine Ansprache zur Schul-Weihnacht Anno 1954: „Als Vertreter der Gemeinde begrüße ich es sehr, dass unsere Schule uns und sich selbst mit einer so erhebenden Weihnachtsfeier erfreut. Es sind dies geistig kulturelle Werte, an welchen die Welt so arm geworden ist. Pflegt diese Werte mit Euren Lehrern weiter und tragt sie mit in Euer späteres Leben; sie werden eine sehr wertvolle Bereicherung Eures Daseins und unserer Heimat bilden, Euch und uns allen zur Freude und der Welt zum Vorbild. In Gemeinschaft haben Lehrerschaft und Kinder die schöne Feier gestaltet, viele schöne große Werke werden ebenso nur in Gemeinsamkeit geschaffen, so auch Euer schönes Schulhaus, das schönste unseres Vaterlandes. Dies möge euch und uns allen die schönste Weihnachtsfreude darstellen. Besonderen Dank und Anerkennung spreche ich unserer bewährten Lehrerschaft für Ihre Mühe um unseren unsere Kinder aus. Ebenso sei auch der Frau Ehrfeld aus Klagenfurt und unserem Jakl für die Versüßung der Weihnachtsfreuden herzlichst gedankt. Halten wir weiter so gut zusammen, dann wird uns auch im kommenden Jahr der Erfolg unserer Arbeit nicht versagt sein. In diesem Sinne wünsche ich allen Gemeindeangehörigen frohe freudige Weihnacht und ein glückliches Neues Jahr.“
- Im Juni 1959 wurde der Lehrer und spätere Schuldirektor Friedrich Wintschnig der Volksschule Heiligenblut vorerst als Aushilfskraft zugewiesen. Er übernahm die Sonderklasse.
- Nachdem Volksschuldirektor Ludwig Trinker am 28. Dezember 1963 eines plötzlichen Todes verstarb, übernahm Volksschuloberlehrer Fridolin (Friedl) Damith – bekannt als Großglockner – Bergführer – von 1963 bis 1965 die provisorische Leitung der Schule Heiligenblut. Danach wurde Damith zum Leiter der einklassigen Volksschule St. Oswald ob Kleinkirchheim bestellt.
- Friedrich Wintschnig – seit 1959 Lehrer an der Volkschule Heiligenblut – wurde am 1. Jänner 1965 zum definitiven Leiter der Schule ernannt und erfüllte dreißig Jahre lang seine Direktorstätigkeit.
- Friedrich Wintschnig suchte am 1. Jänner 1994 um Versetzung in den Ruhestand an. Nachfolgerin wurde seine Frau Dir. Dietlinde Wintschnig, die von 1994 bis 1999 als Direktorin tätig war.
- Seit 1999 wurde die Schule von Dir. Anneliese Tribuser bis zum Jahr 2012 geleitet. Während dieser Zeit wurde das Volkschulgebäude in den Jahren 2000/2001 generalsaniert und vor allem ein moderner Turnsaal als Zubau angebaut, der auch als Mehrzwecksaal Verwendung findet. Die Umbaukosten betrugen cirka € 1.1 Mio.
- Auch die Musikschule Heiligenblut hat in der Volksschule ihre Heimat gefunden. Die entsprechenden Räumlichkeiten (ehemals Schulwart und Nebenräume) wurden durch die Gemeinde Heiligenblut umgebaut und dem Musikschulwerk mit großem Erfolg und Nachfrage zur Verfügung gestellt.
- Seit dem Schuljahr 2012/13 führt Frau Hemma Suntinger aus Großkirchheim die Volksschule Heiligenblut als Direktorin, ihre Leitungsfunktion erstreckt sich über alle vier Volksschulen von Heiligenblut, Döllach, Mörtschach bis Winklern.